Nachlassverfahren und Globalzession

Das Nachlassverfahren ist – wie der Konkurs – ein Generalexekutionsverfahren, bei dem alle Aktiven des Kreditnehmers zur Befriedigung der Forderungen aller Gläubiger verwendet werden. Beim Betreibungsverfahren (Spezialexekution) wird vom Schuldnervermögen nur so viel gepfändet, als zur Befriedigung des durch Betreibungseinleitung tätig gewordenen Gläubigers notwendig ist.

Der Gesetzgeber stellt für die Abwicklung der Sanierung folgende Nachlassverträge zur Verfügung, mit folgenden Auswirkungen für das Kreditgeber-/Kreditnehmer-Verhältnis:

  • Stundungsvergleich
    • Fortbestand der Kreditnehmerin
    • Verzögerte (Voll-)Zahlung, aber Stundung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
  • Prozent- oder Dividendenvergleich
    • Fortbestand der Kreditnehmerin
    • Teilabfindung der Kurrentgläubiger erfordert deren Teilverzicht
  • Liquidationsvergleich (Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung)

Der Ablauf des Nachlassverfahrens enthält folgende Schritte

 Der Ablauf eines Nachlassverfahrens im optischen Überblick:

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